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Schon mal 'ne Tasse Berlin probiert?
Berliner Bohne der faire Hauptstadtkaffee
stellt sich vor
Berlin. Wie schmeckt die Berliner Bohne?
Den ersten fairen Hauptstadtkaffee hat das
Projekt Stadtkaffee Berlin heute mit einem breiten Bündnis
aus Vertretern der Stadt, Wirtschaft und Handel, Kirche, entwicklungspolitischen
Organisationen und Weltläden auf dem Berliner Fernsehturm vorgestellt.
Den Rohkaffee für die Bio-Arabica-Mischung aus u.a. Bolivien,
Honduras, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua und Peru importiert das Fair
Handelshaus gepa. Schirmherr der Einführungskampagne ist der
Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit.
Selbstverständlich fair
Auf dem Berliner Fernsehturm schenkte Bertha Asistiri de Copa, Kaffeebäuerin
aus Bolivien, den Gästen reinen Kaffee ein: die Berliner Bohne.
Die Kaffeebohnen für diese Mischung produziert u.a. die bolivianische
Kooperative Alto Sajama in der Provinz Canavari, südlich von
La Paz. Gehegt und gepflegt werden die Kaffeepflanzen nach den Prinzipien
des ökologischen Anbaus in einer Höhe von 1.500 Metern.
Für die 96 Mitglieder zählende Kooperative verbessert
der Faire Handel mit Bio-Rohkaffee die ökonomische und soziale
Situation ihrer Familien. "Der Faire Handel gibt unseren Familien
eine Perspektive. Durch den garantierten Mehrpreis können wir
nachhaltig wirtschaften und soziale Projekte finanzieren, z.B. die
Ausbildung von Frauen in Ernährungs- und Gesundheitsfragen,
Alphabetisierungskurse und die Errichtung einer Grundschule."
erklärt Bertha Asistiri de Copa. Keine Selbstverständlichkeit
für die Bewohner eines Landes, dessen Analphabetenrate im ländlichen
Raum 47 Prozent (zwei Drittel davon sind Frauen) beträgt. Etwa
80 Prozent der ländlichen Bevölkerung leben unterhalb
der Armutsgrenze. Bolivien zählt heute zu den ärmsten
Ländern Lateinamerikas.
Ein breites Bündnis
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen unterstützt
die Einführung der Berliner Bohne, da Fairer Handel die
Lebensverhältnisse der Produzenten verbessert und ein Teil
des Erlöses für Bildungsmaßnahmen zugunsten benachteiligter
Frauen in den Anbauregionen verwendet wird", sagte Staatsekretärin
Susanne Ahlers.
Initiiert wurde das Projekt von entwicklungspolitischen
Organisationen und Berliner Weltläden. Die Berliner Bohne
ist mehr als nur ein Kaffee, sie ist ein Fairhandelsprodukt. Sie
soll den Fairen Handel in Berlin stärken", so Lutz Heiden,
Gruppenberater der Berliner Weltläden.
Für die Berliner Bohne erhoffen
wir uns einen Absatz von fünf Tonnen im Jahr als konkrete Unterstützung
für die Kaffeebauern", so gepa-Geschäftsführer
Thomas Speck. Der Hauptstadtkaffee könne die Berlinerinnen
und Berliner auch allgemein dazu einladen, sich für den Fairen
Handel zu interessieren.
Tobias Tuchlenski, Regionalleiter der
Berliner Kaisers Tengelmann Filialen, begrüßt die Einführung
des fair gehandelten Stadtkaffees. Die Berliner Bohne wird es in
Berliner Kaisers Tengelmann Filialen zu kaufen geben.
Kaffeefairstand
Seit dem 29. Mai schenkt das Projektteam zusammen mit Bertha Asistiri
de Copa bei ihrem KaffeeFairstand an verschiedenen Orten Berlins,
u.a. auf dem Karneval der Kulturen, die Berliner Bohne aus und gibt
Infos zum Fairen Handel. Bertha Asistiri de Copa berichtet dabei,
was Fairer Handel für sie und ihre Kooperative in Bolivien
ganz konkret bedeutet.
Die Berliner Bohne wird für 3,49
Euro je 250g in Weltläden, Supermärkten und Bioläden
erhältlich sein.
Fairer Handel schmeckt
Die Idee des Stadtkaffees ist nicht neu. Ob Hamburger Fairmaster"
oder Rheinische Affaire" - Einführungen von Stadtkaffees
zogen bisher auch eine Absatzsteigerung fairgehandelter Produkte
nach sich. Rund 3.300 Tonnen Röstkaffee und andere Kaffeespezialitäten
wurden im letzten Jahr verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr konnte
der Faire Handel in Deutschland damit ein Absatzplus von zehn Prozent
verzeichnen, eine positive Entwicklung im Gegensatz zu den Absatzzahlen
in Berlin. Die Berliner Bohne
soll das ändern.
Weitere Informationen und Downloads
unter: www.berlinerbohne.de
Projekt Berliner Bohne
c/o BAOBAB Infoladen e.V.
Christburger Str. 38. 10405 Berlin
kontakt@berlinerbohne.de
Ansprechpartnerinnen für die Presse:
Floriane Ruß, Lidia Perico
Das Projekt Berliner Bohne ist eine
Initiative Berliner entwicklungspolitischer NGOs und Weltläden.
Das Projekt wird von der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit
(LEZ), dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) und der gepa gefördert.
Quelle: http://www.gepa.de
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