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Was ist die Gäa?

Mitglieder, die nach Gäa-Richtlinien arbeiten, müssen Richtlinien des ökologischen Landbaus auf strengem Niveau einhalten. Daher sind die Standards der Gäa-Kontroll- und Zertifizierungssysteme international abgestimmt. Die Gäa versteht sich daher als Bindeglied zwischen Verarbeiter und Kunde. Der kunde ist hier entweder der Naturkosthandel, normale Einzelhandel, Weiterverarbeiter oder letzlich der Endverbraucher.

Die Gäa Richtlinien

Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der Gäa ist die Einhaltung der Gäa-Richtlinien für Erzeuger und Verarbeiter, um qualitativ hochwertige Rohstoffe und Produkte zu erzeugen oder zu vertreiben. Auch die Gäa-Richtlinien übertreffen, wie auch die anderer Verbände in Deutschland, die gesetzlich auferlegten Qualitätsanforderungen der EU-Öko-Verordnung.

Wie wird die Qualitätssicherung umgesetzt?

Zur Gewährleistung einer hohen Prozessqualität und eines entsprechenden Bio-Standards werden von Erzeugung, Lagerung, Verarbeitung bis zum Produkt für den Endverbraucher die Qualität durch verschiedene Systeme sichergestellt. An diesem Prozess der Qualitätssicherung wirken bei der Gäa Handelsgesellschaften, Verarbeiter und Erzeugergemeinschaften mit.

Wie kann ein Betrieb eine Zertifizierung nach den Gäa-Richtlinien erhalten?

Gäa ist von der IFOAM als Zertifizierer akkreditiert und somit international anerkannt. Die Zertifizierung nach Gäa-Richtlinien stellt eine Qualitätssteigerung zur EU-Bio-Zeritifizierung dar. Daher werden zusätzliche Parameter geprüft und bewertet. Die Gäa-Zertifizierung läuft folgendermaßen ab:

- Abschluss eines Vertrags mit einer zugelassenen EU-Öko-Kontrollstelle
- Anmeldung bei der zuständigen Kontrollbehörde
- Vertragsabschluss mit Gäa-Verband
- Kontrolle der Einhaltung der Gäa-Richtlinien (Öko-Kontrolle mit der EU-Öko-Kontrollstelle)
- Kontrollunterlagen werden zwischen EU-Öko-Kontrollstelle und Gäa-Verband ausgetauscht
- Vergabe des Gäa-Zertifikats bei positivem Bescheid durch die Gäa-Anerkennungskommission

Was passiert nun?

Der Betrieb kann mit Erhalt des Gäa-Zertifikat seine Produkte mit dem Gäa-Warenzeichen deklarieren. Nach dieser qualitativen Kontrolle gilt das Zertifikat ein Jahr bis zur nächsten Kontrolle.

Welche Vorteile hat ein zertifizierter Betrieb darüber hinaus?

Der Betrieb hat nun die Möglichkeit mit einer Anmeldung das deutsche Bio-Siegel zur Kennzeichnung der eigens hergestellten Bio-Lebensmittel zu verwenden. Das Bio-Siegel ist das bekannteste Warenzeichen in Deutschland und gewährleistet so einen hohen Anerkennungswert. Dies ist letztlich nicht nur für die Vermaktung der Öko-Produkte vorteilhaft.

Der Vertrieb mit Gäa

Die Vermarktung von Öko-Produkten nimmt immer mehr zu, dabei teilt sich das Angebot für Bio-Lebensmittel in Deutschland wie folgt auf:

- Naturkosthandel (unabhängige Struktur und Logistik)
- Handel (konventionell) incl. Einzelhandel

International können für Export andere Regelungen gelten, für die Europäische Union gilt hier die EU-Bio-Verordnung. In Nicht-EU-Ländern einzelne Vorschriften oder internationale Standards nach der IFOAM.

Internetlinks:
BGäa Anbauverband - Anbauverband für LandwirtInnen, VerarbeiterInnen und Handelsfirmen.