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 Fairer Handel




Unter "Fairer Handel" wird der kontrollierte Handel bezeichnet. Dabei liegen die Preise der hierunter fallenden Produkte über dem Weltmarktniveau. Hintergrund ist dabei für die Produzenten ein höheres und damit besser planbares Einkommen zu gewährleisten (Prinzip "Gleichgewicht zwischen Leistung und Einkommen"), das unter Wettbewerbsbedingungen nicht zu erreichen wäre.

Der faire Handel ist unter anderem bei Nahrungs- und Genussmitteln ausgedehnt, die aus Nicht-Wohlstandsländern stammen (Bsp. Kaffee aus Afrika). Gewährleistet wird dieser Handel durch eine Zertifizierung (über Zertifizierungsstellen), die die Beachtung und Gewährleistung der Wirtschaftsaspekte und Sozialstandards (Bsp. Verbot von Kinderarbeit) sicherstellen sollen. Hieraus entstammt als Ergebnis das "Fair-Trade-Siegel". Das Siegel hat ein breite Akzeptanz in der Bevölkerung, bisher entstammen jedoch lediglich knapp 5% des Warenkorbs dieser Sparte.

Welche Entwicklungsstufen hat der "Faire Handel" durchschritten?

1959. Gründung der Stiftung "Steun voor Onderontwikkelde Streken" (S.O.S)
1967. S.O.S. beginnt mit dem Handel von Produkten aus der "Dritten Welt"
1969. Eröffnung des ersten Weltladens in den Niederlanden
1969 (Ende). Beginn des Direktimports und Verkauf von Waren aus Lateinamerika
1970 (Beginn). In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Tochterunternehmen von S.O.S. gegründet
1973. Der Kaffee aus dem "Fair Trade" wird in den Niederlanden verkauft
1972. El Puente, der Verein für Arbeits- und Sozialförderung in Entwicklungsländern e.V. wird gegründet
1975. Bis zum Jahr 1975 Ausdehnung von Waren aus Fairem Handel von den Dritte-Welt-Gruppen
1975. Gründung der "gepa" Fair Handelshaus
1978. Eröffnungsveranstaltung der Aktion "Jute statt Plastik" in Hamburg
1978. Es existieren in Deutschland 100 Weltläden
1983. gepa hat 40 Partner in über 20 Ländern
1986. Es gibt in Deutschland 400 Weltläden.
1988. Gründung des Vereins Dritte-Welt Partner Ravensburg e.V. (heute drittgrößter Importeur fair gehandelter Produkte)
1988. Einführung des Max-Havelaar-Gütesiegel für Fairen Handel
1989. gepa. Ausweitung des Vertriebs auf Bio- und Naturkostläden, Lebensmitteleinzelhandel, Großverbraucher und Versandhandel
1989. Entwicklung des Siegels Transfair
1990. Gründung der Europäische Vereinigung der Alternativen Handelsorganisationen (EFTA = European Fair Trade Association) mit 11 alternativen Importorganisationen
1991 Zahl der Weltläden steigt auf über 500
1991 gepa beginnt den Geschäftsbereich Versandhandel
1992 Gründung der Schweizer Hilfswerke, die für die Zertifizierung fair gehandelte Produkte zuständig ist.
1993. IFAT-Tagung in Manila
1994. TransFair hat 33 Mitgliedsorganisationen.
1994. Fair Trade e.V. - Verein zur Förderung von Gerechtigkeit im Welthandel wird gegründet.
1995. IFAT-Tagung in New Windsor, USA.
1995. BUND und Misereor veröffentlichen die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland"
1996. Einführung des TransFair-Siegel für Schokolade und Kakaoprodukte
1997. IFAT-Tagung in Ooty, Südindien. TransFair hat 37 Mitgliedsorganisationen.
1998. Markteinführung von "TransFair" - Bananen.
1999. Bundesweite Aktionstag "Saubere" Kleidung
2001. In Deutschland findet die erste "Faire Woche" statt.
2002. Gemeinsames Logo von 17 nationalen Siegelorganisationen (Erleichterung des internationalen Warenverkehrs und Öffentlichkeitsarbeit)
2003. Positive Einstellung der Wletbank zum Fairen Handel
2003. Informationskampagne "fair feels good"
2003. Zertifizierung von Tourismus-Unternehmen von der südafrikanischen Organisation FTTSA
2004. 45 Jahre Fair-Trade-Organisation
2005. 30 Jahre gepa Fairhandelshaus
2006. Lidl und TransFair vereinbaren Kooperationsvertrag zum Verkauf von Fair Trade Produkten.

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