Die Vielfalt der Genussmittelindustrie
kennt keine Grenzen. Der oftmals abendliche Begleiter neben Bier
ist die beliebte Chipstüte. Chips werden nun auch als Light-Version
und somit fettreduziert angeboten. Auf diesem Wege ist der Griff
in das Einkaufsregel im Discounter auch nicht mehr mit einem schlechtem
Gewissen verbunden, denn schließlich tut man sich damit ja
ab sofort etwas gutes - eben fettreduziert.
Was dabei jedoch nicht abgeschafft wurde und wohl auch nicht wird
ist der wichtigste Bestandteil - Glutamat (Natriumglutamat). Glutamat
bewirkt zum einen eine enorme Verstärkung der Gewürzbestandteile
als so genannter Geschmacksverstärker. Zum anderen führt
es aber auch zu einer gewissen Abhängigkeit, denn Glutamat
bewirkt, dass das Verlangen nach weiterer gleichartiger Nahrung
beibehalten wird. Vergleichbar ist dieses Verhalten mit Tauben,
die von Natur aus nicht das Sättigungsgefühl besitzen.
Eine Taube würde sich bei genug vorhandener Nahrung schier
überfressen.
Beim Menschen setzt das Sättigungsgefühl zwar ein, er
konsumiert durch den vorhandenen Gewürzmittelersatzstoff jedoch
mehr als notwendig und gewollt. Als weiterer negativer Nebeneffekt
ist zu beschrieben, dass sich bei Konsum von Glutamat das Gehirn
kurzzeitig zusammenzieht. Die Reaktion gleicht einem Volltreffer
während eines Boxkampfes. Der Unterschied zu Bio Chips ist
ganz einfach der fehlende Zusatzstoff Glutamat. Hier ist festzustellen,
dass die Chipstüte beiseite gelegt werden kann, bevor der Tüteninhalt
leer ist, ganz ungezwungen. Dieses Erlebnis ist insofern erstaunlich,
da jeder das Verlangen kennt den Tüteninhalt unbedingt aufessen
zu müssen. Verwandte Themen
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